Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Techn. Biowissenschaften
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Heat-to-Fuel

Veredelung alternativer, biogener Rohstoffe zu flüssigen Treibstoffen, durch die Nutzung von Überschusswärme in einer kombinierten Vergasungs-, Fischer-Tropsch- und Flüssig-Phasen-Reformierungs- Anlage.

 

Heat-to-Fuel ist ein Horizon 2020 EU-finanziertes Projekt, in dem sich 14 Partner mit der Erforschung der nächsten Generation der Technoligen zur Biotreibstoffproduktion beschäftigen. Die Expertisen und langjährigen Erfahrungen der einzelnen Partner im Sektor der Biotreibstoffproduktion bilden die Grundlage für dieses Projekt. Im Jahr 2013 nahm der Transportsektor 31.6% des Energieverbrauchs in Europa ein, welcher hauptsächlich vom Import fossiler Treibstoffe wie Diesel und Kerosin (Haupttreibstoffe von Lastkraftwagen und Flugzeugen) zustande kommt. Aus diesem Grund bekommt die Produktion von Diesel und Kerosin aus erneuerbarer Biomasse mithilfe innovativer Technologien immer mehr an Bedeutung, um die CO2-Emissionen gerade in diesem Transportsektor reduzieren zu können.

 

Ziele von Heat-to-Fuel:

  • Erforschung von wettbewerbsfähigen Technologien, um einen Biotreibstoffpreis von weniger als 1€/Liter zu erreichen, was durch eine 20%-ige Kostenreduktion im Produktionsprozess realisiert werden könnte;

  • Erhöhung der Biotreibstoff-Qualität durch die Reduktion von 5% an Treibhausgasen;

  • Beitrag zur Erreichung der Europäischen Ziele bezüglich der Reduzierung der Abhängigkeit von Energieimporten indem lokale Ressourcen für die Energieproduktion genutzt werden;

  • Unterstützung von lokalen Wirtschaftssystemen durch die Entstehung von 80-100 direkten und 250 indirekten Jobs bei Errichtung einer Heat-to-Fuel Bioraffinerie;

  • Nachweis der Durchführbarkeit und ökonomischen Relevanz des Konzepts, um einen Impuls für zukünftige industrielle Projekte zu geben;

 

Diese Ziele können durch die Kombination und Interaktion von verschiedenen Technologien erreicht werden. Am Ende des Projekts sollte das Know-how dieses Konzepts die Grundlage darstellen, um eine Demonstrationsanlage errichten und im weiteren Fall eine Großanlage realisieren zu können. Das Projekt Heat-to-Fuel, welches vom österreichischen Unternehmen Güssing Energy Technologies koordiniert wird, wurde im September 2017 gestartet und hat eine Laufzeit von 4 Jahren. Neben der TU Wien sind BETA Renewables (Italien), IREC (Spanien), IChPW (Polen), RECORD (Italien), POLITO (Italien), Bioenergy2020+ (Österreich), CRF (Italien), CEA (Frankreich), Johnson Matthey (Vereinigtes Königreich), Atmostat (Frankreich), Skupina Fabrika (Slowenien) und R2M (Spanien) beteiligt.

 

„This project has received funding from European Union´s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement n°764675.”

Weblink:

Zusätzliche Informationen zum Projekt im Web:www.heattofuel.eu

Depot für öffentlich zugängliche Forschungsdaten (Zenodo) von Heat-to-Fuel

 

Projektpartner:

 

Kontakt/Projektleitung:

Stefan Müller

Mitarbeiter:

Johannes Schmid

Hermann Hofbauer

Florian Benedikt

Josef Fuchs

Anna Mauerhofer

Jakob Ebner

Projektstatus:

laufend